Big Game Fishing.

StartSeite

Hochseeangeln - Big Game Fishing vor der Kenia Küste.

Das Hochseeangeln vor den Küsten von Kenia ist ein Erlebnis der besonderen Art. Tourist, leidenschaftlicher Angler, Foto Fan oder Video Freak - ein Angeltour im Indischen Ozean sollte beim Kenia Urlaub eingeplant werden. Fische beißen nicht immer, aber beim Big Game Fishing gibt es immer etwas Interessantes zu sehen. Wenn du keinen kapitalen Blue Marlin an den Haken bekommst, kannst du mit ein wenig Glück einen Sailfish bei seinem spektakulären Wellen-Tanz beobachten. Die Gewässer vor der Küste von Kenia und Tansania sind für ihren Reichtum an Fischen bekannt. Der intensive Schutz der Korallenriff Gebiete durch streng überwachte Marine-Parks, hat dazu nicht unwesentlich beigetragen. Die im Schwarm raubenden Tunfische kannst du schon von weiten an den Möwen erkennen, welche sich ihren Teil der Beute sichern. Ich durfte schon beobachten wie sich ein großer Hai an der Wasseroberfläche und in unmittelbarer Nähe des Bootes an den durch Thunfische zusammen getriebenen Kleinfischen labte. Leider waren wir so elektrisiert, daß wir die einzigartige Szene nicht in Bild oder Video festhalten konnten. Die Haie jagen nicht nur Kleinfische, wie du an obigen Bildern unschwer erkennen kannst, haben sie uns auch unseren Fang streitig gemacht.

Mtwapa Creek Schleppangeln im Indischen Ozean Tunfisch am Gaff Dolphin-Fisch am Gaff kleine Hai Attacke farbenprächtiger Dolphinfish im Boot große Hai Attacke Tunfisch zum Abendbroot

Der Marlin, begehrte Beute beim Hochseefischen in Afrika.

Hochseefischen auf blue, white, black Marlin

Der Marlin (blue, white & black Marlin) gehört zur Familie der Fächer- und Speerfische (Istiophoridae). Er ist mit Abstand die begehrteste Beute beim Hochseefischen. Diese sehr schwimmaktiven Fische kommen nicht nur vor Ostafrika, sondern in allen Weltmeeren vor. Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h, eine Länge bis zu 4,6 Meter und ein Gewicht bis zu 630 Kilogramm machen den Blaue Marlin (Makaira nigricans) zum beliebtesten Angler-Fisch des Big Game und nebenbei zum zweit schnellste Fisch der Welt. Im Indischen Ozean wird der bis zu 3,7 Meter lange Schwarze Marlin (Makaira indica) und der Gestreifte Marlin (Tetrapturus audax) sehr häufig gefangen. Mich erinnert das Hochseefischen auf den Marlin immer an die gelungene Verfilmung der Novelle Der alte Mann und das Meer von Ernest Hemingway mit Spencer Tracy, der den erbitterten Kampf zwischenzeitlich gewonnen zu haben scheint, aber letztendlich den Kräften der Natur unterliegt.

Der Sailfish, eleganter Jäger & schnellster Fisch der Welt.

Sailfish oder Segelfisch ist der schnellste Fisch der Welt

Der Segelfisch (Sailfish, genus Istiophorus) - auch als Fächerfisch oder Speerfisch bekannt - lebt ebenfalls in allen Meeren weltweit. Selbst wenn man kein Sportfischer ist, es bleibt ein unvergessenes Erlebnis diesen majestätischen Fisch einmal an der Wasseroberfläche tanzen zu sehen. Mit kraftvollen Sprüngen schießt er bei der Jagd auf Beutefische gelegentlich aus dem Wasser. Den Namen hat er auf Grund seiner charakteristischen Rückenflosse (Segel, Sail - dorsal fin). Segelfische wachsen sehr schnell und erreichen eine Länge bis zu 2,9 Meter und ein Gewicht von bis zu 90 kg. Mit der unglaublichen Geschwindigkeit von 110kmh ist der Sailfish der schnellste Fisch der Welt. Die gigantische Rückenflosse liegt beim Schwimmen dicht am Körper und wird nur bei Erregung präsentiert, was den Fisch deutlich größer und bedrohlicher wirken läßt. Auch bei der gemeinsamen Jagd der Fächerfische wird die mächtige Rückenflosse benutzt, um Schwärme von Makrelen und Sardinen zusammen zu treiben. Die mit scharfen Zähnen bestückte Waffe des Segelfisches ist perfekt für die Jagd auf Thunfisch und Makrele, bringt den Angler auf Grund zahlreicher Fehlbisse aber schnell zur Verzweiflung.

Thunfische, Jäger und Gejagte in kalten sowie tropischen Gewässern.

Thunfische und Makrelen in tropischen Gewässern fangen.

Thunfische (Tunafish, Thunnus), Bonitos (Sarda sarda) und die Königsmakrelen (Scomberomorous cavalla) gehören alle einer Familie an. Sie sind nicht nur Jäger und Gejagte unter den Fischen, auch Sportfischer stellen gern den beliebten Speisefischen mit über die Schleppangel angebotenen künstlichen und natürlichen Ködern nach. Der Thunfisch ist mit ca. 77kmh Spitzengeschwindigkeit der drittschnellste Fisch der Weltmeere. Einige weniger häufig anzutreffende Arten wie der Rote Thunfisch erreichen bis zu 300 kg. Einige Arten sind Warmblüter, daß heißt sie können ihre Körpertemperatur über der Wassertemperatur halten, was ihnen ein Überleben und Jagen in kälteren Gebieten ermöglicht. Thunfische haben im Gegensatz zu den meisten anderen Fischarten kein weißes, sondern pinkfarbenes bzw. dunkelrotes Fleisch. Grund ist der höhere Anteil an Myohämatin Molekülen, welche den Sauerstoff binden und für hohe Muskelleistung sorgen. Die Thunfische sind wahre Muskelpakete und als Speisefisch sehr ergiebig. Der Sportfischer bekommt die enorme Kraft eines kapitalen Thun beim Drill zu spüren. Die Königsmakrele ist als Unterart des Thunfisches ebenfalls im Indischen Ozean sehr verbreitet und als delikater Speisefisch bekannt und beliebt.

Dolphin - Goldmakrele, eine elegante farbenprächtige Schönheit.

Dolphin-fish, Goldmakrele oder Dorado angeln.

Die Goldmakrele (Coryphaenidae, Mahi-mahi, Dorado, dophin-fish) gehören der Familie der Barschartigen an. Die sehr farbenprächtigen Fische werden 1,20 bis 2,10 Meter groß. Die in großen Schwärmen lebende Goldmakrele ist in den tropischen und subtropischen Gewässern des Indischen Ozeans sehr oft anzutreffen. Dorados sind ebenfalls Räuber, fressen kleine Fische und zählen ebenfalls zu den schnellsten Fischen. In den Gewässern von Hawaii werden sie auch mahi-mahi (stark-stark) genannt und sind auch unter den umgangssprachlichen Namen Maverikos bekannt. Die bis zu 18 kg schweren Fische sind als Speisefische sehr geschätzt. Die spektakulären Farben der Goldmakrele lassen sich nur kurz bewundern. Gern möchte man den majestätischen Fisch wieder in das Wasser zurücksetzen. Die farbenfrohe Schönheit verblasst wenige Stunden nach dem Fang.

Der Raudi unter den Raubfischen, der angriffslustige Baracuda.

Wahoo, Barracuda oder kingfish beliebte Raubfische zum Angeln.

Der Barracuda (Sphyraena, Wahoo, Kingfish) ist ein sehr aggressiver Jäger, einer der wenigen Raubfische die als äußerst gefährlich eingestuft werden. In Taucherkreisen wird seine Angriffslust gefürchtet. Der Barracuda wird über 180 cm lang, sein mit scharfen, dolchartigen Zähnen bewaffneter Kopf nimmt dabei etwa ein viertel bis ein fünftel seiner Körperlänge ein. Der zylindrische Körper gleicht einem Torpedo und verleiht den sprintstarken Räuber ideale Stromlinien-Form für blitzartige Angriffe. Der Barracuda orientiert sich bei der Jagd hauptsächlich über seine Augen, auf blinkende und blitzende Farben reagiert er mit schnellen aggressiven Angriffen. Blinkende Gegenstände werden nicht selten mit Beute-Fischen verwechselt, das kann zu schweren Verletzungen bei Menschen führen. Der Barracuda gilt als Sprinter, seine bei anhaltender Beanspruchung sehr schnell übersäuernde Muskulatur macht ihn nicht zum Ausdauerjäger.

Kein Kaptitaler Tunfisch, aber trotzdem stolz.

Jedes Jahr treffen sich in Malindi die Spezialisten des Big Game Fishing und stellen mit erfahrenen Skippern im Indischen Ozean den Blue Marlin, Sailfish und kapitalen Thunfisch nach. Nicht selten werden bei der jährlichen Big Game WM in Kenia neue Fangrekorde aufgestellt. Hochseeangeln wird in Kenia von allen großen Hotels an der Küste angeboten oder vermittelt. Sofern man die Wahl von Boot, Besatzung und Angel Kameraden nicht dem Zufall überlassen will, sollte zunächst vor Ort ausreichend recherchiert werden. Erfahrene Skipper und eine solide Ausrüstung sind neben dem Petri Heil wichtigste Voraussetzung für einen guten Fang. Während des Urlaubs in Ostafrika sind schnell ein paar Gleichgesinnte gefunden, so daß eine ideale Besatzung aus aktiven Fischern und passiven Foto Jägern zusammengestellt ist. Das erhöht die Chance auf einen Kapitalen, einige kulinarische Leckerbissen sowie hübschen Erinnerungen in Form von Bildern oder Videos. Ein wenig Hochsee Tauglichkeit sollte auf jeden Fall vorhanden sein. Der Angelspaß wird zur üblen Tortur, wenn die Fische ungewollt mit dem halb verdauten Frühstück angefüttert werden.