Politik OstAfrika.

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EU mit Marine Operation Atalanta gegen Piraten vor somalischer Küste.

Die EU-Marine-Mission im Kampf gegen die Piraten

Anfang Dezember 2008 begann die Marine Operation Atalanta. Gegen die eskalierende Piraterie vor der Küste von Somalia werden Einheiten der Bundeswehr eingesetzt. Das mit den Seeräubern vor der somalischen Küste nicht zu spaßen ist, haben die Ereignisse der letzten Monate immer wieder gezeigt. Die Piraten haben bereits mehrfach Millionenbeträge erpresst, dürften als keine Probleme mit der Beschaffung weiter moderner Waffen und Ausrüstung haben. In Somalia herrscht politisches Chaos, die Führungskräfte sind bestechlich und eine Kooperation und Unterstützung der EU Marine-Operation seitens der Somalis unwahrscheinlich. Die Bundeswehr wird mit der Fregatte Karlsruhe und ca. 1000 Soldaten den Einsatz weiterer sechs Kriegsschiffe unter europäischer Flagge und drei Aufklärungsflugzeuge unterstützen. Schwerpunkt ist die Sicherung der Schifffahrtslinien vor der Küste von Somalia. Keine leichte Aufgabe bei einem Seegebiet von ca. 2.000.000 Quadratkilometern und bereits in diesen Jahr 100 von den Piraten angegriffenen Schiffen.

Viele Kenyaner drückten Barack Obama ganz fest die Daumen.

Barack Obama, Sohn eines kenianischen Einwanderer

Viele Menschen in Kenia drückten Barack Obama für die US-Presidenten Wahl 2008 ganz fest die Daumen. Der Vater, Barack Hussein Obama ist ein gebürtiger Kenyaner, stammte aus Alego und gehörte dem Volksstamm der Luo an. Die Mutter ist eine weiße Amerikanerin aus Kansas. Der 44te US President wurde also als Kind einer binationalen multikulturellen Ehe in den USA geboren. Die Eltern heirateten zu einer Zeit, als in vielen Bundesstaaten der USA eine Ehe zwischen Menschen mit schwarzer und weißer Hautfarbe verboten war. Ein President mit afrikanischen Wurzeln - zu dieser Zeit undenkbar. Die Vereinigten Staaten haben sich rasant geändert, der Wahlerfolg von Barack Obama zum 44ten US-Präsidenten ist ein großer und wichtiger Schritt für die Versöhnung zwischen den weißen US-Amerikanern und anderen ethnischen Gruppen. Die Latino mexikanischer und kubanischer Herkunft und die Afro-Amerikaner stellen in vielen Regionen der USA keinesfalls eine Minderheit dar und sehen in Obama einen ehrlichen Verteter iher politischen Interessen. Natürlich ist der Erfolg von Obama auch für die Kenyaner ein positives Signal, neben der Hoffnung auf wirtschaftliche Unterstützung erfüllt es viele Menschen mit Stolz und neuen Selbstbewußtsein.

Mwai Kibaki und Raila Odinga, neues Regierungsbündnis in Kenya.

Wechselkursverlauf Euro - Kenya Schilling

Die jüngsten Unruhen in Kenya nach Ausgang der Wahlen in dem ostafrikanischen Land, haben viele Afrika Touristen verunsichert. Wer sich dennoch für einen Urlaub in Kenya entschlossen hatte, bekam selten soviel Kenya-Schilling für einen Euro. Der massive Protest der Opposition um Raila Odinga hat glücklicherweise nicht zu einer dauerhaften Eskalation geführt, sondern endete in einem Regierungsbündnis und einer Entspannung der politischen Situation in Kenia. In den afrikanischen Länderen repräsentieren politische Auseinandersetzungen sehr oft auch Machtkämpfe zwischen den Volksgruppen. Die Neuwahl in Kenya war also auch ein Machtkampf vom Kibaki stellvertretend für den größten Volksstamm der Kikuyu und dem der drittgrößten Ethnie von Kenya angehörenden Odinga, der zumindestens in der Opposition neben den Luo auch viele der anderen ethnischen Gruppen hinter sich vereinen kann. Vor diesen Hintergrund scheint das Bündnis zwischen Kenias Präsident Mwai Kibaki und Oppositionsführer Raila Odinga der vernünftigste Weg zu sein, um die Demokratisierung in Ostafrika voran zu treiben.

Wer Ostafrika aktuell helfen möchte, kann das nicht nur mit Spenden tun. Das Land und die Menschen leben auch vom Afrika Tourismus. Die Unruhen in der Vergangenheit haben die Branche geschwächt. Verschieben sie keine Urlaubspläne, überzeugen sie die noch Unentschlossenen von der Schönheit dieser tropischen Urlaubsregion.