Abenteuer Matatu.

StartSeite

Kenya und die Matatus - eine afrikanische Art zu Reisen.

Der Matatu macht Afrikaner mobil

Matatus sind in Kenia eine beispielhafte Erfolgsgeschichte, deren Transport Prinzip unter anderen Namen auch in vielen anderen Ländern von Afrika anzutreffen sind. Das Matatu ermöglicht vielen Afrikanern ohne eigenes Gefährt sich in Kenya preiswert motorisiert fortzubewegen. Die Minibusse, meist der japanischen Marke Nissan, verkehren ohne Fahrplan kontinuierlich auf festen Routen. Die Teams der Matatus bestehen aus dem Fahrer und einen Fahrgastbegleiter (Manamba) zum Anwerben und Abkassieren der am Straßenrand wartenden Fahrgäste. Der Matatu ist die effektivste Art der Fortbewegung in Ostafrika, denkbar einfach und völlig unkompliziert. Warum fallen mir dabei immer die großen leeren Busse in Deutschland ein, die subventioniert zu völlig sinnfreien Zeiten meist noch leer durch die Gegend fahren? Das Matatu-Geschäft ist äußerst hart, wird unkompliziert von Angebot und Nachfrage geregelt und von den Kenyanern mit großer Leidenschaft und Stolz betrieben. Die Kraftfahrer machen ihren Job bis auf einige wenige leichtsinnige Fahrer ausgesprochen gut. Die Eigner der Fahrzeuge besitzen oft ganze Flotten von Kleinbussen und bringen es trotz der billigen Fahrpreise zu einen beachtlichen Wohlstand. Früher dominierten überwiegend alte verschlissene Import Fahrzeuge das Straßenbild. Dank neuer Gesetze und massiver Kontrollen hat sich die Qualität der zugelassenen Autos deutlich gebessert. Gefährlich überladene Fahrzeuge sind ebenfalls seltener anzutreffen.

Mietwagen oder Matatu, Selbstfahrer oder Taxi.

Mietwagen in Kenia - billiger ging es nicht mehr.

Durch die hohe Zahl der Unfälle waren die Matatus in einen sehr schlechten Ruf geraten. Die Sicherheit hat sich aber auf Grund einiger Gesetzesänderungen deutlich verbessert. Sind noch vor wenigen Jahren kaum Matatus spät in der Nacht unterwegs gewesen, so kommst du heute zu jeder Zeit problemlos an dein Ziel. Hoffnungslos überfüllt sind die Fahrzeuge jedoch früh am Morgen oder den Stunden zur Feierabendzeit in den entsprechenden Richtungen des Pendlerstromes. Mir persönlich macht es immer wieder Spaß mit den Matatu zu fahren. Eine Fahrt von Mombasa nach Mtwapa kostet bsw. zur Zeit ca. 60 KSH also ca. 60 EuroCent. Natürlich versuchen die Jungs oft einen Mzungu Zuschlag heraus zu pressen. Bei der großen Konkurrenz ist das zumindestens bei mir in aller Regel erfolglos. Das hat nichts mit Geiz zu tun. Wahren Respekt erfährts du in Kenya meiner Meinung nach nur, wenn du mit deinen Geld maßvoll umgehen kannst. Natürlich gibt es für Selbstfahrer auch in Kenya mehr oder weniger preiswerte Mietfahrzeuge, vom zweitürigen Kleinwagen bis zum allradgetriebenen Geländewagen. Wem der Linksverkehr und der Tumult in den Städten zu viel ist, kann sich auch einen persönlichen Taxifahrer anheuern. Das ist wesentlich billiger und funktioniert im Zeitalter der Handys völlig unproblematisch.

Autos in Afrika - Finger weg von Geschäften mit Fahrzeugen!

Geschäfte in Afrika mit Taxi, Mietwagen oder Matatu.

Dieser Gedanke ist wahrscheinlich jeden Afrika Fan schon einmal durch den Kopf geschossen. Warum nicht ein Auto, ein Bus oder ein anderes Nutzfahrzeug importieren? Wäre doch angesichts der hohen Preise und schlechten Qualität vieler Fahrzeuge ein ein prima Geschäft! Ein kleines Unternehmen gründen, mit der neuen Bekanntschaft in das Geschäft der Taxi Unternehmen, Mietfahrzeuge oder Matatus einsteigen? Ich sag nur, lasst die Finger davon! Die Geschichten über gescheiterte Unternehmen dieser Art können Bücher füllen. Wenn du kein Afrika Vollprofi bist und ganzjährig vor Ort die Dinge unter Kontrolle hast, sind diese Investitionen der mit Abstand sicherste Weg dein Geld in den afrikanischen Sand zu setzten. Ohne seriöse Kontakte zu den Hafen- oder Zollbehörden wird jedes Importgeschäft eine überteuerte Lehrstunde über afrikanische Schmiergeldgewohnheiten. Sollte es dennoch gelingen, das Fahrzeug auf die Straßen von Afrika zu bringen, wird es mit neunzig prozentiger Sicherheit für dich keinen Gewinn abwerfen. Vielmehr wird dich dein Geschäftspartner mit Pannen- und Reparaturproblemen so lange nerven, bis du resignierend realisierst nur Wirtschaftshilfe ohne Spendenquittung geleistet zu haben. Derartige Geschäfte sind für Europäer ohne Afrika Erfahrung ungeeignet. Cash Einnahmen entziehen sich der Kontrolle genau so wie die Antwort auf die Frage, ob der zerlegten Reifen oder die defekte Lichtmaschine wirklich vom eigenen Fahrzeug stammt.

Afrika Reise Themen

Matatu in Kenya

Politik & Gesellschaft

Erfahrungsberichte

Erste Afrika Reise

Kulturschock

Mzungu & Schwarze

Kenia Urlaub individuell

Ältere weiße Damen

Afrikanischer Liebhaber

Geld und Liebe

Afrikanische Frauen

Sextourismus in Afrika

Das wäre dem alten Polski-Fiat im Traum nicht eingefallen, als Eigenbau Cabrio den Lebensabend im sonnigen Afrika verbringen.

Fiat Selbstbau Cabrio in Kenia